Fernmeldeschnittstelle
Typ RIS-FS2
Die Fernmeldeschnittstelle Typ RIS-FS2 ist eine bidirektionale Schnittstelle zwischen einer Fernmeldeeinheit (RTU) und den Freileitungsanzeigern Typ FLA4. Das RIS-FS2 ist dafür ausgelegt, Fehlerinformationen, Statusinformationen und Konfigurationseinstellungen von den FLA4 Freileitungsanzeigern zu empfangen und diese Daten über eine serielle RS485-Schnittstelle unter Verwendung des Modbus-Protokolls bereitzustellen. Der RIS-FS2 fungiert hierbei als Modus-Servergerät.
Durch Schreiben in die Modbus-Register ist das RIS-FS2 auch in der Lage, die Konfiguration der Freileitungsanzeiger über Ferne zu ändern, wodurch eine vollständig bidirektionale Schnittstelle ermöglicht wird.
Das RIS-FS2 sammelt die folgenden Daten von den Freileitungsanzeigern:
• Erkannte Fehler
• Netzereignisse (Strom ein/aus, Spannung ein/aus)
• Laststrommessungen
• Informationen zum Spannungsstatus
• Temperaturmessungen
• Konfigurationseinstellungen
Diese Daten werden über Kurzstrecken-Funkkommunikation mit den FLA4-Störungsmeldern erfasst. Die bidirektionale Funkkommunikation ermöglicht die Anpassung der Einstellungen der Freileitungsanzeiger über die RIS-FS2-Schnittstelle.
Das RIS-FS2 ist in einem DIN-Hutschienen-Gehäuse untergebracht und verfügt über zwei Tasten, einen externen Antennenanschluss und Schraubanschlüsse für die einfache Integration in Fernbedienungseinheiten. Darüber hinaus ist das RIS-FS2 als Leiterplatte zur direkten Integration in kundenspezifische Gehäuse erhältlich.
Die Firmware des RIS-FS2 ist mit Hilfe des integrierten SD-Kartenlesers aktualisierbar.
Einsatz
Im Falle einer Störung senden die Freileitungsanzeiger Typ FLA4 über ihr integriertes Kurzstrecken-Funkmodul Ereignisdaten an die RIS-FS2 Fernanzeigeschnittstelle, wie in unten stehender Abbildung dargestellt. Nach Empfang der Daten meldet das RIS-FS2 das Ereignis über das Relais und durch die Änderung der Inhalte der Modbus-Register.
Alle Freileitungsanzeiger des Typs FLA4 sind mit Kurzstrecken-Funkmodulen ausgestattet und ermöglichen so die Nachrüstung von mastmontierten RTU-Anlagen mit integrierten RIS-FS2-Schnittstellen.
Das RIS-FS2 verfügt über einen Datenaufzeichnungsmodus, der es den Freileitungsanzeigern ermöglicht, in kurzen Intervallen den aktuellen Strom- und Spannungsstatus zu übertragen und gleichzeitig den Stromverbrauch der Anzeiger zu optimieren.
Fehler- und Netzereignisse sind über Modbus-Register zugänglich und können auch über einen konfigurierbaren Relaiskontakt signalisiert werden. Diese Funktion ermöglicht einen Modus mit sehr geringem Stromverbrauch, in dem das RIS-FS2 und das Modbus-Master-Gerät im Standby-Modus arbeiten können und nur beim Auftreten von Ereignissen aktiv werden.
| Bestelldaten | ||
| Typ RIS-FS2 | im DIN Hutschienengehäuse | 42.54.10 |
| Typ RIS-FS2 | nachrüstbare Platine | 42.54.20 |

